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Die Arbeit mit Abform- und Gießmassen
(Technik)
 

Durch die Entwicklung von modernen Kunststoffen, besonders durch die Verbesserung elastischer Abformmassen aus Latex, Polyurethan, Silicon und zahlreichen anderen chemischen Materialien, ist die Herstellung von Negativformen immer einfacher geworden.

Durch diese Erleichterung erweiterten sich die Einsatzbereiche dieser Massen stark. Produktdesigner setzen sie für die Herstellung von Prototypen ein, Restauratoren und Kunsthandwerker nutzen sie für die Reproduktion der vielfältigsten Gegenstände.

Dabei reicht das Spektrum der Objekte von Reliefs über Skulpturen, antiken Vasen und Schalen, bis hin zu Masken, Schmuckgegenständen und Körperabformungen.

Eine ähnliche Wandlung gab es bei den Gießmassen, mit denen die Silikonformen ausgegossen werden, sowie bei Gießharzen und deren Anwendungen. Anstelle von weichem, teilweise leicht brechendem Gips, werden heute zum Ausgießen der Formen spezielle Modelliergipse oder sehr harte keramische Relief- und Figurengießmassen verwendet. Diese keramischen Gießmassen zeichnen sich durch große Härte, Haltbarkeit sowie durch Wetter- und Witterungsbeständigkeit aus.

Die geformten Gegenstände dieser Massen können anschließend sogar meistens weiterbearbeitet werden. Durch Schleifen, Sägen oder Raspeln lassen sich die erwünschten Veränderungen vornehmen. So können Masken, Schalen, Reliefs, Skulpturen und andere Kunstwerke entstehen.

Mit der Abformung einer Gießmasse beginnt die eigentliche Herstellung von Replikaten, wenn sie aus ihrer Form herausgelöst werden, bezeichnet man sie als Rohlinge. Je nach der verwendeten Gießmasse sind diese meist einfarbig und müssen nachbehandelt werden.

Unter Zuhilfenahme von Lacken, Lasuren, Beizen und Patinen lassen sich im Bereich der keramischen Gießmassen Oberflächenstrukturen realisieren, die fast alle gebräuchlichen Materialien imitieren können. Durch zusätzliche Stoffe können diese Materialeffekte im Aussehen perfektioniert werden.

Bei Gießharzen kann bereits vor dem Guss durch Beimischen von Harz-Abtönfarben gefärbt werden. Anschließendes Schleifen und Polieren hinterlässt einen sehr hohen Glanz.

Autor: Bernhard Heß 


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