Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Absinthe in sehr vielen Ländern auf der ganzen Welt verboten
Dieses Verbot führte letztlich dazu dass sich Produzent, Privatpersonen, Hehler und viele andere Personengruppen äußerst einfallsreich zeigten. Die Herstellung des Absinthe gegen im Untergrund weiter. Selbst die Absinthproduzenten, auch die ganz großen wie Pernod, verlagerten ihre Produktion ins Ausland. Spanien, denn in Spanien gab es kein Absinth Verbot. In vielen Gebieten die von dem Wermut Anbau und dem Absinth Destillat lebten, herrschte von nun an Armut. In der Schweiz ließ sogar die Regierung die Absinthfelder umpflügen. Dennoch wurde die Destillation selbstverständlich im Untergrund weitergeführt. Besonders im Tal Val-de-Travers, das ursprüngliche Herstellungsgebiet des Absinth, hier standen die ersten Fabriken, ließen sich davon nicht unterkriegen. Und inzwischen ist das Tal stolz darauf auf eine 250 Produktion, trotz des Absinthverbots, zurückblicken zu können.
Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts schätzte man einmal die im Val-de-Travers ansässigen, aber illegalen Absinth Brennereien auf die Zahl zwischen 60 bis 80. Selbst die Absinth Brennereien im Untergrund in den USA, Norwegen, Irland arbeiteten unaufhörlich. Und schürten somit den Mythos des Absinth.
Ganz kurios ist eine Erfindung der Untergrund Brennereien in der Schweiz. Absinth war verboten und die Menschen mussten sich etwas einfallen lassen. Viel verkauft wurde damals eine Tinktur für Haare, Haarwasser. Folglich wurde Absinth in eben solchen Flaschen, in derselben Farbe, hergestellt, abgefüllt und verkauft. Und das mit sehr großem Erfolg.
Es ranken sich viele Geschichten um illegale Absinth Brennereien. In der Schweiz wurde ein Brenner, 80 jahrelang illegale Absinth brannte, in einem Schauprozess zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Nach dieser Verurteilung strich der Verurteilte, eine Frau, ihr Haus absithgrün. Sicherlich zur Freude der dortigen Staatsgewalt.
Heutzutage muss niemand mit einer Strafverfolgung rechnen wenn man einen Absinth kaufen möchte.
Autor: Celso Cardozo
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