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Arbeitslosigkeit im Mai 2007
(Gesellschaft)
 

Im Mai 2007 waren nur noch 3.806.000 Menschen ohne Job. Dies ist der tiefste Stand seit über 5 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosenquote von 10,9% im Mai 2006 auf 9,1 %. Dies entspricht 732.000 Beschäftigten. Gegenüber dem Vormonat Juni war ein Rückgang von 161.000 arbeitslosen Bürgern zu verzeichnen. Zurückzuführen ist die Entwicklung auf das anhaltende Wirtschaftswachstum. Nach Meinung einiger Politiker sind die positiven Zahlen auch Ergebnis der Hartz IV Reform. Prognosen zufolge könnte die Zahl der Erwerbslosen bereits Ende des Jahres auf unter 3,5 Millionen.

Trotz der relativ hohen Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen Ländern (6,2% Arbeitslose in Österreich, 2,9% in der Schweiz), besteht ein nicht abflauender Bedarf an Fachpersonal. Vor allem Ingenieure in den Bereichen Bau und Elektronik werden stark nachgefragt. Traditionell ist die Arbeitslosenquote im Osten der Republik mit 15,2 % wesentlich höher als im Westen mit 7,5%. Nach Bundesländern stehen Mecklenburg-Vorpommern (16,6%), Sachsen-Anhalt (16%), Berlin (15,9%) und Brandenburg (15%) besonders schlecht da. Mindestens jeder siebte war hier im Mai 2007 ohne Arbeit. Die Gewinner sind die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, die mit einer Arbeitslosenquote von 5 bzw. 5,3 % sowohl weit unter dem Landesdurchschnitt, als auch unter dem westdeutschen Durchschnitt liegen. Mit 6,5% ebenfalls unter dem westdeutschen Schnitt liegt Rheinland-Pfalz.

Laut Bundesagentur für Arbeit waren im Mai 2007 noch 642.600 Stellen unbesetzt, was auf einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenquoten schließen lässt. Bei den Ausbildungsstellen sieht die Lage weniger gut aus. Seit beginn des Jahres waren 370.600 Stellen gemeldet, auf die 587.100 Bewerber kamen. Obwohl die Anzahl der Stellen um 8.100 gegenüber dem Vorjahr stieg (2,2%), war die Zahl der Bewerbungen um 43.800 niedriger, was einem Rückgang an Bewerbern von 6,9% entspricht.

Autor: Philipp Ronicke


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