VideoDiskRecorder sind im Allgemeinen die modernen Nachfolger der guten alten VHS-Recorder, das heißt, sie zeichnen das Videosignal nicht mehr auf Magnetbänder auf sondern auf eingebaute Festplatten. Abgesehen von vielen anderen Vorteilen ist die Haltbarkeit der Aufnahmen eines der bedeutendsten Argumente. Da die Aufzeichnungen digital sind, verlieren sie auch nach mehreren Jahren nicht an Qualität und lassen sich auch relativ einfach weiterbearbeiten.
VDR heißt auch ein Projekt des Entwickelers Klaus Schmidinger. Dieses ursprünglich als Linux Server Software konzipierte Programm verwandelt einen herkommlichen PC in einen digitalen Videorecorder mit Mehrwert.
Anders als für viele andere Multimediasoftware die meist auf dem Betriebssystem Windows basiert reicht für den VDR schon ein PC ab 166 Mhz und 64Mb RAM aus. Lediglich eine TV-Karte (DVB-Karte) wird benötigt. Waren bisher nur Fernsehkarten für den digitalen Empfang geeignet, werden in den neueren Versionen auch analoge Empfangskarten unterstützt. Wechselt z.B. bedingt durch einen Umzug die Empfangsart von Kabelanschluß auf Satellit muss lediglich die Empfangskarte ausgewechselt werden und eine neue Senderliste erstellt werden um das System weiterhin nutzen zu können.
Bietet die Plain-Version des VDRs auch nur elementare Funktionen für den Fernsehempfang und die Aufzeichnung, ermöglichen eine Unzahl an Plugins den Ausbau zu einem kompletten digitalen Home-Entertainment-System. Zusatzfunktionen um MP3s hören zu können, DVDs zu schauen oder auch die Urlaubsbilder direkt von der Digitalkamera auf den Fernseher zu bringen, lassen sich in das System integrieren. Auch wird verschlüsselter Pay-TV Empfang unterstützt.
Andere Annehmlichkeiten, wie automatisches herausschneiden der Werbung aus Fernsehaufnahmen und Time-Shift (zeitversetztes Fernsehen) oder gar das fast vollautomatische Brennen der aufgezeichneten Sendungen zum Archivieren stellen den VDR vor keine großen Probleme.
Autor: Thomas Kroll zurück zu Technik
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