„Ich brauch echt mal dringend Hilfe“, beginnt der User eines Blogs, „Ich hab seit zwei Wochen eine Maus in der Wohnung!“ Der Kater hat den Nager irgendwann mitgebracht, woraufhin die Maus aber entwischt ist. Nach ein paar erbärmlichen Versuchen, ihr nachzustellen, hat der Räuber aufgegeben – die Maus ist, mehr oder weniger aus Versehen, zum ständigen Mitbewohner geworden: „Ich hab eine Lebendfalle gekauft und es mit diversen Ködern versucht: Nutella, Müsli, Speck, Käse... nichts“, fährt der leidgeprüfte Tierfreund fort: „ Sie ist einfach nicht in die Falle gegangen. Sie bedient sich stattdessen aus dem Napf mit dem Katzenfutter.“ Klug scheint die Maus auch zu sein: Sie verschmäht alle Giftblöcke. Eigentlich, beschließt der anonyme Blogger seine Klage, sei die Maus ja „ganz süß“, bloß: „Es stinkt so grässlich!“ Maus- und überhaupt Schädlingsbefall wird in keinem Mietvertrag erwähnt, gehört aber zu den Wohnfakten vieler leidgeprüfter Mieter – wie kommt man den unerwünschten Untermietern bei? - Lebendfallen. Das sind kleine Käfige, die zuschnappen, sobald die Maus reinläuft, um an den ausgelegten Köder zu kommen. Regelmäßig kontrollieren! Sonst verhungert der gefangene Nager … - Gift. Wahrscheinlich die wirksamste Methode; birgt aber, vor allem in Altbauten, einige Nachteile: Falls die Maus von dem Gift isst, sich aber anschließend zum Sterben irgendwo unter den antiken Dielen verkriecht, wird es nach kurzer Zeit ziemlich streng riechen. Und an einen so gut verborgenen Kadaver kommt man nicht eben einfach ran. Davon abgesehen, sind Gifte grundsätzlich gefährlich, da Kinder oder Haustiere sich ebenso leicht daran bedienen könnten. - Schnappfallen. Die klassischen Mausefallen. Sehr brutal, sehr effektiv. Ob man die Nager wirklich einen qualvollen Tod sterben lassen will, muss man mit seinem Gewissen ausmachen. - Katze. Der eingangs geschilderte Fall ist kurios: Gewöhnlich gehen Katzen mit großem Vergnügen auf die Mäusejagd, sodass Mäuse sich meist gar nicht erst in der Nähe einer Katze blicken lassen. Sollte man keine andere Möglichkeit sehen, ist natürlich auch der Kammerjäger eine Option – da er aber auch mit Gift arbeitet, sollte man sich vorsehen, ehe man ihn bestellt. Grundsätzlich trifft man die Nager natürlich eher in Altbauten an; der Möglichkeit eines Mausbefalls sollten Mieter sich also durchaus bewusst sein – und es gar nicht erst soweit kommen lassen! Eine saubere, ordentliche Umgebung, in der keine Essensreste herumliegen, wird die Nager nicht sonderlich interessieren. zurück zu Haus & Garten
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