Der weiße Sport war lange Zeit eine Domäne des Mannes und wird so wohl auch in der breiten Öffentlichkeit noch immer wahrgenommen. Tiger Wood, Ernie Els, Tom Watson und Bernard Langer sind den meisten Menschen beim Thema Golf ein Begriff, Lorena Ochoa oder Susann Pettersen hingegen wohl eher nicht. Dabei führt Ochoa mit 3.337.993 Dollar die Geldrangliste der LPGA vor ihrer ärgsten Konkurrentin Pettersen an. An dieser Summe lässt sich schon erkennen, dass zumindest Sponsoren das Frauen-Golfen für sich entdeckt haben. So überstieg im Jahr 2007 die ausgespielte Summe an Prämien die 50 Millionen Dollar Marke. Dabei machen sich die Sponsoren ein Klischee zunutze, welches der Golfsport eigentlich unbedingt widerlegen möchten: Golf sei ein Sport der Reichen und Schönen. Sponsoren wie Ralph Lauren, Rolex oder Citizen setzen auf eine neue Gruppe Frauen beim Golfen – die Ehefrauen der Reichen. Warum sollen diese ihre Zeit mit Beauty-Farmen und Kaffeeklatsch verbringen, wenn man sich auf dem Golf-Parcours sportlich betätigen und vor allem zeigen können. Waren Frauen bisher mit einer zarten Nebenrolle auf dem Golfplatz bedacht, spielen sie sich immer mehr in den Vordergrund.
Vor kurzem wurde erstmals bei einem Turnier der PGA eine Frau zugelassen und zur Überraschung der Männerwelt überstand sie problemlos den Cut. Schöne Frauen lassen sich nun einmal besser in Werbung verkaufen und es wird mit Sicherheit nicht mehr lange dauern, bis Frauen im Golfsport Schlagzeilen machen. Bestes Beispiel hierfür ist Mia Hamm. Die Pionierin des Frauenfußballs gehört inzwischen zu den populärsten Sportlerinnen ihres Landes. Niemand nahm im Lande des Baseballs, des American Footballs und des Basketballs Notiz vom europäischen Soccer, bis Mia Hamm die Massen begeisterte. Auf einen ähnlichen Effekt hoffen auch die Sponsoren auch im Frauen-Golf.
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