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Athroskopische Kreuzbandoperationen
(Medizin & Gesundheit)
 

Das Knie ist das am stärksten belastete Gelenk in unserem Körper. Oftmals wird es zu sehr überfordert. Folgen sind häufig Knieschmerzen, Meniskusriß, Knorpelzerstörung und unter anderem auch Kreuzbandriß.

Die Funktion der beiden Kreuzbänder im Knie ist es, das Kniegelenk vorne und hinten zu stabilisieren. Bei Unfällen, zum Beispiel durch Sport, reißt meist das vordere Band.
Ärzte empfehlen heutzutage in jedem Alter einen operativen Eingriff. Zwar kann der Patient nach einigen Wochen wieder laufen, doch ist die Gefahr, das das Kniegelenk ausrastet, immens hoch.

Operiert wird circa 4 bis 6 Wochen nach dem Unfall vorzugsweise von einem Kreuzband Spezialisten. Dann ist die Schwellung am Knie, ausgelöst durch massive Flüssigkeitsfüllung des Gelenkes, meist zurückgegangen. Die Operation erfolgt heutzutage fast ausschließlich ambulant und minimal invasiv durch die athroskopische Technik. Dabei wird die Haut bleistiftdick an zwei Stellen am Gelenk eröffnet und darüber die Operationsinstrumente eingeführt.

Während man früher die beiden Rißstumpfe wieder zusammennähte, ist heute die Kreuzbandplastik Mittel der Wahl. Dabei wird das gerissene Kreuzband mit körpereigenen Ersatzmaterial rekonstruirt. Man nutzt dabei meist Teile der Patellasehne oder von Sehnen im Oberschenkel. Letztere hat dabei etwa die gleiche Elastizität wie das Kreuzband selbst. In seltenen Fällen werden auch Spendersehnen aus Transplantationszentren genutzt. Fixiert werden die Plastiken mit Hilfe von bioresorbierbaren Schrauben, die sich nach circa 36 Wochen selbst aufgelöst haben. Das hat den Vorteil, das man nicht erneut operativ eingreifen muss.

Nach der Operation kann der Patient das Krankenhaus wieder verlassen. Die Schnitte werden nicht mehr genäht sondern mit Pflastern geschützt. Während der Patient noch einige Zeit schonend mit Krücken laufen sollte, kann die Therapie mit einer Rehabilitation unterstützt werden.

Autor: Markus Tjoa


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