Erschienen am 15.3.2006 sorgte der neue Teil der Burnout-Serie für großes Aufsehen. Es war neben Project Gotham Racing 4 das einzige wirklich gute Autorennspiel für die Xbox 360. Doch im Gegensatz zur eher realistisch ausgelegten Simulation von Microsoft gilt hier der Grundsatz: Je mehr Verkehrsregeln gebrochen werden desto besser. Burnout Revenge beeindruckt mit seiner Grafikpracht und fesselt durch das atemberaubende Geschwindigkeitsgefühl. Komplett neu ist der Onlinemodus des besten Rennspiels 2005, so merkt sich das System dank des „Online-Revege“-Features mit welchem Gegner man noch eine Rechnung zu begleichen hat. Wenn man gerade einen wahnsinnigen Stunt hingelegt hat, den aber keiner der Freunde sehen konnte, so hast man nun durch die Funktion „Save and Share“ die Möglichkeit, ein bis zu 30 Sekunden langen Clip aufzuzeichnen und diesen über Xbox-Live zu verschicken. Die Version für die Xbox 360 ist die einzige mit einem realistischen Schadensmodell. Rast man gegen einen Betonpfeiler so bleibt vom Auto nur noch ein unförmiger Blechhaufen über, die Reifen rollen physikalisch korrekt quer durch die Gegend. Die Explosionseffekte sind atemberaubend und zeigen einmal mehr, was die Xbox 360 alles kann. Das völlig neue Geschwindigkeitsgefühl versetzt einen in einen regelrechten Temporausch, man fühlt sich wie mitten im Geschehen.
Auch wenn es in dem Spiel keine originalen Wagen gibt sehen die aufwendig modellierten Fantasieautos extrem gut aus. Das Spiel merkt sich – wie bereits erwähnt – welcher Gegner einem einen Takedown verpasst hat, diese werden dann mit einem roten anstatt einem grünen Pfeil über dem Auto angezeigt. Verpasst man diesem Gegner nun einen Takedown so ist dies ein sog. Revenge-Takedown, danach ist die Rechnung beglichen. Besonders der Crash-Modus ist mit seinen 10 exklusiv für die Xbox 360 entwickelten Strecken gut gelungen, bei dieser Vielzahl kommt keine Langeweile auf. Auf jeder Strecke gibt es zahlreiche Abkürzungen, doch aufgepasst, auf fast jeder Abkürzung sind fiese Fallen oder Vorsprünge versteckt, sodass man immer hoch konzentriert sein muss, um diesen Ausweichen zu können, was bei hoher Geschwindigkeit fast unmöglich ist. Dies führt nicht selten zu mehr oder weniger großen Wutausbrüchen, wenn man gerade versucht Gold beim Zeitfahren zu ergattern und gegen einen Vorsprung prallt. Für großen Spaß sorgt der Multiplayer mit Freunden an einer Konsole, wenn man gerade seinem Freund einen Takedown verpasst hat und dieser sich mit einem Grinsen im Gesicht über die verlorene Zeit aufregt und höchstwahrscheinlich mit der Absicht Rache zu üben einem wieder im Nacken sitzt, nicht umsonst heißt dieser Teil der äußerst beliebten und erfolgreichen Burnout-Serie „Burnout Revenge“. Alles in allem ist Burnout ein klasse Spiel, was seinen Vorgängern absolut gerecht wird, diese vielleicht sogar noch an Brillianz und Spielspaß übertrifft.
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