Der Businessplan ist ein „Muss“ für manche Existenzgründung. Wer ein Darlehen braucht oder Investoren sucht, der kommt daran nicht vorbei. Auch die Beantragung von Fördermitteln für die Existenzgründung ist meist mit der Erstellung eines Businessplanes verbunden. Damit die Existenzgründung ein Erfolg wird, ist der Businessplan also häufig entscheidend und muss potentielle Geldgeber überzeugen. Auch wenn es keine Garantie für den Erfolg gibt; mit den folgenden Hinweisen können Sie Ihren Erfolg steigern und dafür sorgen, dass Ihr Businessplan überzeugend wird:
Verwenden Sie sachliche Formulierungen und übertreiben Sie nicht. Eine positive Darstellung Ihrer Pläne sollte selbstverständlich sein, aber Formulierungen wie „das Beste“ oder „das Tollste“ helfen Ihnen dabei nicht weiter. Versuchen Sie immer, Ihre Aussagen gut zu untermauern. Wenn Sie schreiben, dass Ihr Produkt qualitativ hochwertig ist, dann müssen Sie auch schreiben, warum Ihr Produkt eine höhere Qualität aufweist, als die Produkte von Mitbewerbern.
Eine Methode der Desinformation ist es, dem Leser zu viel Information an die Hand zu geben. Stellen Sie sich vor, Sie wären Bankangestellter und Sie müssten jeden Tag zehn Businesspläne prüfen. Spätestens beim zweiten Businessplan, der fünfzig Seiten umfasst, würde Ihnen mit Sicherheit die Luft ausgehen. Fassen Sie sich also kurz und bündig und schreiben Sie nicht mehr als fünfzehn bis zwanzig Seiten. Tiefergehende Informationen können Sie dann immer noch in einem Anhang unterbringen.
Achten Sie auch auf ein gut lesbares Layout Ihres Businessplanes. Ein ausreichender Seitenrand, eine gut lesbare und nicht zu klein geratene Schrift sowie kurze Sätze und Absätze erhöhen die Lesbarkeit des Dokumentes. In den Businessplan gehört in jedem Falle auch ein Inhaltsverzeichnis, Ihre Kontaktdaten, ein Deckblatt und eine Überschrift, die auf den ersten Blick verdeutlicht, um was es geht. Bei der Darstellung von Zahlen können Sie hier und da eine Grafik in Ihren Businessplan einfließen lassen. Ein Diagramm ist immer leichter zu erfassen, als eine lange Reihe von Zahlen.
Jeder Businessplan sollte auch eine Zusammenfassung oder Executive Summary enthalten. Auch wenn diese ganz am Anfang Ihres Businessplanes steht, sollten Sie diese erst schreiben, wenn der gesamte Businessplan fertig ist. Ansonsten laufen Sie Gefahr, ständige Änderungen vornehmen zu müssen. Die Zusammenfassung sollte auf eine Seite im Businessplan passen und nur die allerwichtigsten Informationen über Ihre geplante Existenzgründung enthalten. Wichtig ist auch, in der Zusammenfassung deutlich zu machen, was Sie vom Leser des Dokumentes wollen. Die Zusammenfassung im Businessplan ist vermutlich das Erste, was Ihr Adressat liest – deshalb sollten Sie sich hierfür viel Zeit nehmen und Ihr Vorhaben überzeugend in knappen Worten darstellen.
Last but not least spielt es für den Erfolg Ihrer Existenzgründung und des Businessplanes eine wichtige Rolle, ob Sie sich in die Situation Ihres Gegenübers versetzen können. Wer versteht, welche Ziele eine Bank oder ein Investor verfolgt, der tut sich leichter damit, einen Businessplan zu verfassen, der deutlich macht, dass Ihre Pläne helfen, die Ziele des Adressaten zu erreichen. Mit anderen Worten: Eine Bank will Geld verdienen, also muss Ihr Businessplan deutlich machen, dass genau dies mit Hilfe Ihrer Existenzgründung möglich ist. Denken Sie also vorher darüber nach, welche Ziele Ihr Adressat verfolgt und erstellen Sie gegebenenfalls angepasste Versionen Ihres Businessplanes.
Autor: Andrea Claudia Delp
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