Cocktails und Longdrinks sind keine neue Erfindung, neu ist jedoch die Ausbreitung die Cocktailbars derzeit erleben. In immer mehr Städten eröffnet solche Bars mit südländischem oder karibischen Flair und ausgedehnten Cocktailkarten. Aber auch in anderen Gaststätten und selbst kleinen Bierkneipen haben die meist bunten und fruchtigen Alkohol-Mixgetränke sich eingefunden. Es gibt kaum noch ein Lokal auf dessen Getränkekarte nicht zumindest einige Standard-Cocktails wie der Caipirinha oder Sex on the Beach zu finden sind. Doch wie kommt es zu einem solchen Boom der Cocktails? Ein Grund ist sicher die zunehmende Abneigung vor allem jüngerer Gäste gegenüber dem Bier. Es wird vielmehr nach süßen und fruchtigen Alternativen gefragt. Einige favorisieren daher Bier-Mixgetränke, darunter die Standards Alster, also Bier gemischt mit Zitronenbrause und Krefelder, die Mischung aus Bier und Cola. Die Begriffe für diese Bier-Mixgetränke variieren dabei regional bedingt.
Solche Mixturen gibt es aber bereits seit einiger Zeit auch fertig gemischt von den verschiedensten Bierbrauereien, selbst eine Weizen-Grapefruit-Mixtur ist darunter zu finden und erfreut sich tatsächlich immer größerer Beliebtheit. Vielen sind diese Mixgetränke jedoch noch immer zu Bier-lastig und favorisieren daher eher Mischungen aus Fruchtsäften mit stärkeren Alkoholika. Diese Alkopop genannten Mixgetränke wurden seitens der Regierung jedoch stark verteuert und mit einer Sondersteuer versehen um sie für die Jugendlichen unattraktiver zu machen. Daraus resultiert nun dass der Preisunterschied zwischen einem Cocktail oder Longdrink und diesen Alkopops geringer geworden ist und sich immer mehr junge Menschen für einen Cocktail entscheiden. Cocktails und Longdrinks sind, vor allem in angesagten Cocktailbars, zwar nach wie vor teurer als fertige Mixgetränke, doch in dieser Preisklasse ist der Unterschied klein genug um sich für einen frisch gemixten Cocktail zu entscheiden.
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