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Unser roter Nachbar - der Mars
(Wissenschaft)
 
Viele Menschen träumen davon, den Mars zu besuchen und vielleicht sogar dort zu leben. Bis zum heutigen Tag sind viele unbemannte Raumsonden bereits zum Mars geschickt worden, jedoch versagten viele von Ihnen nicht nur durch menschliches Versagen, sondern auch aus ungeklärten Umständen. Viele stellen sich die Frage nach der Möglichkeit von Leben auf dem Mars. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es Diskussionen zu diesem Thema, welche durch Schiaparellis Entdeckung der Marskanäle erneut angefacht wurden. So entstanden viele verschiedene Gerüchte um Zivilisationen auf dem Mars, die sogar darin endeten, dass der Amerikaner Percival Lowell eine eigene Sternwarte errichtete, um den Mars nach Leben abzusuchen. Das wohl spektakulärste Bild für die Verfechter der Marsbewohner-Theorie ist das Bild, welches der Orbiter 1 der Viking Mission im Juli 1976 von einer Formation schoss, welches aussieht, wie ein menschliches Gesicht. Neben dieser Formation wurden weitere gesehen, die den Pyramiden ähneln und somit auf ausserirdisches Leben schließen könnten. Die Mars Global Surveyor Mission im Jahr 1998 schaffte dann jedoch Ernüchterung und stellte fest, dass es sich bei den Formationen um natürliche Erosion handelt und in keinerlei Verbindung mit ausserirdischem Leben steht. Höheres oder intelligentes Leben auf dem Mars scheint nicht zu geben, allerdings schließen die Wissenschaftler ein Vorhandensein von primitiven Lebensformen wie z.B. Mikroben nicht aus.

2004 wurde am Südpol des Mars eine große Menge gefrorenen Wassers gefunden und im darauf folgenden Jahr auch in einem Krater nahe des Nordpols. Ausserdem wurde bekannt, dass in der Marsatmosphäre Methan     nachgewiesen werden konnte, welches möglicherweise durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen gebildet werden könnte. Diese Vermutung gewinnt an Kraft, wenn man jüngste Erkenntnisse durch Bohrungen im grönländischen Eis betrachtet. Dabei wurde in 3 Kilometern Tiefe eine hohe Menge an Methan entdeckt, welches durch methanogene Bakterien produziert wird, die trotz der unwirtlichen Lebensbedingungen wie Dunkelheit, Kälte und Nährstoffmangel im Eis überleben können. Das Alter dieser Bakterien wird auf 100.000 Jahre geschätzt und die Wissenschaft geht davon aus, dass das Methan in der Marsatmosphäre auch von solchen Bakterien stammen könnte.

Die nächsten Missionen sollen sich dann auf Wassersuche machen, geologische Untersuchungen anstellen und speziell nach Leben auf dem Mars suchen. Geplant sind diese Missionen 2008, 2009 und 2010. Es gibt natürlich noch viele weitere Bestrebungen in Bezug auf den Mars, wie z.B. bemannte Missionen und Terraforming, die allerdings erst in weiter Ferne möglich sein werden.

Autor: Roland Fiala

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