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Die Kaffeebohne
(Essen & Trinken)
 

Aus Sicht der Botanik ist der Samen der Kaffeepflanze keine Bohne, wird aber im Volksmund so bezeichnet. Die Früchte, die je nach Reifegrad eine grüne, gelbe oder rote Farbe haben, sind Stein­früchte, d.h. sie haben in der Mitte zwei Steinkerne. Diese Kerne sind die eigentlichen Kaffee­bohnen. Es gibt mehr als 40 Kaffeesorten, aber die am meisten verbreiteten sind die Sorten Arabica und Robusta.

Die Kaffepflanze kann 1-2 mal im Jahr abgeerntet werden, wobei die Ernte 10-12 Wochen dauert. Das liegt daran, dass die Früchte auch an einer Pflanze zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Die beste Qualität wird erzielt, wenn die Früchte von Hand geerntet werden. Häufig werden jedoch auch Ma­schinen eingesetzt und die noch unreifen Früchte später aussortiert.

Nach der Ernte werden das Fruchtfleisch und die zum Schutz auf dem Stein liegenden Häute ent­fernt. Dies geschieht in einer trockenen oder nassen Aufbereitung. Bei der trockenen Aufbereitung werden die Früchte ausgebreitet und in der Sonne ca. 3-5 Wochen getrocknet. Anschließend kann das Fruchtfleisch ohne Probleme abgeschält werden. In der nassen Aufbereitung werden die Früchte in verschiedenen Schritten gewaschen und gequetscht, so dass sich das meiste Fruchtfleisch ab­schält. Anschließend werden sie fermentiert, wodurch sich auch die restlichen Bestandteile ab­waschen lassen, und dann getrocknet.

Seinen typischen Geschmack erhält der Kaffee aber erst durch die Röstung. Die beste Qualität wird durch eine lange Röstung bei schwacher Hitze erzielt. Vor dem Genuss müssen die Bohnen noch gemahlen werden. Das beste Aroma erhält man, wenn die Kaffeebohnen erst unmittelbar vor dem Gebrauch gemahlen werden. Je nach Art der Zubereitung wird die Kaffeebohne unterschiedlich stark ge­mahlen. So wird Espresso aus stark gemahlenem Kaffeepulver hergestellt, ebenso wie Mokka. Für Filterkaffee dagegen muss das Pulver nicht so fein sein.

Autor: Stefan Ansgar Böttcher


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