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Fremdwährungsdarlehen
(Finanzen)
 

Fremdwährungsdarlehen sind Darlehen, die als Baukredit in einer anderen Währung als Euro aufgenommen werden. Als Absicherung für diesen Baukredit dient eine Grundschuld auf dem finanzierten Objekt. Es gibt sie zum Beispiel in Schweizer Franken, aber auch in japanischen Yen oder US-Dollar. Der Grund, Darlehen einer fremden Währung aufzunehmen, liegt im vorhandenen Zinsunterschied. Gerade Japan weist derzeit ein historisch niedriges Zinsniveau auf. Baukredite sind hier per April 2007 ab einem Zins von 1,6% p.a. zu erhalten. Im Vergleich: In Deutschland sind für diese Darlehen durchschnittlich 4,8% p.a. zu zahlen. Auch die Schweiz bietet günstige Finanzierungsmöglichkeiten. Hier werden für diese Darlehen derzeit rund 2,9% p.a. berechnet.

Da Baukredite in der Regel über viele Jahre laufen, lassen sich durch die Aufnahme von Fremdwährungsdarlehen mehrere Tausend Euro sparen. Doch die Finanzierung in Fremdwährungsdarlehen hat nicht nur Vorteile. So müssen Kreditnehmer die monatlichen oder jährlichen Raten und die Zinsen in der jeweiligen Fremdwährung zahlen. Steigt jedoch der Kurs der Währung, sind Kursverluste möglich, die sogar die gesparten Zinsen übersteigen können. Auf der anderen Seite können Kreditnehmer natürlich auch auf sinkende Kurse spekulieren. Fällt der Kurs der Fremdwährung, ist die Summe, die zurückgezahlt werden muss, geringer als die Darlehensaufnahme. Vergeben werden Fremdwährungsdarlehen meist erst ab einem Betrag von mindestens EUR 100.000. Die Absicherung erfolgt per Grundschuldeintragung, die in der Regel 10%-25% höher ist als die Darlehenssumme. Dies dient als Absicherung des Wechselkursrisikos. Angebote für Fremdwährungsdarlehen findet man im Internet.

Autor: Manfred Thomas


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