Das Kartenlegen, die so genannte Kartomantie wird dem Bereich der Wahrsagung untergeordnet. Kartenlegen wird mit normalen Spielkarten oder extra dafür geschaffenen Wahrsagekarten vollzogen. Spielkarten sind beispielsweise die Skatkarten, Wahrsagekarten sind das Tarot, die Lenormandkarten oder auch Kipperkarten. Der Kartenleger versucht hier über Personen, Erlebnisse und Situationen eine Aussage zu treffen ohne faktisches Wissen zu besitzen. Hierbei spielt die Assoziationskraft des Ratsuchenden und die Sensibilität des Kartenlegers eine große psychologische Rolle. Normalerweise werden die Karten in einem Legesystem ausgelegt. Das wohl populärste System ist das keltische Kreuz. Mit diesem wollen die Kartenleger einen Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ratsuchenden werfen. Kartenlegen hat eine sehr lange Tradition.
Es ist mittlerweile über 2000 Jahre alt. Im Mittelalter und in der Neuzeit der letzten Jahrzehnte erlebt das Kartenlegen einen Aufschwung. Dieses mag einerseits am gesellschaftlichen Wandel liegen, andererseits suchen immer mehr Menschen eine Hilfe in schweren Zeiten an die man sich klammern kann. Kartenlegen kann durch jeden Interessierten erlernt werden. Jede Karte in einem jeden Kartendeck hat eine bestimmte Symbolik und Bedeutung, die in kausalen Zusammenhang zu einer bestimmten Situation gebracht werden muss. Dieses führt dann zu einer Schlussfolgerung für gegenwärtige oder zukünftige Geschehnisse. Das Kartenlegen hilft zudem bei der Erforschung der eigenen Selbsterkenntnis und dem damit verbundenen Wissen. Der Ratsuchende hat hier die Möglichkeit, ein Zwiegespräch zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein zu vollziehen. Das Tarot bildet die Spitze im Kartenlegen. Anfänger sollten mit den Zigeuner- bzw. Kipperkarten ihren Einstieg suchen. Lebenserfahrung und Menschenkenntnis sind gleichermaßen unerlässlich für die Ausübung der Tätigkeit als Kartenleger.
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