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Strategien und Merkmale von Hedgefonds
(Finanzen)
 

Ausgehend von der Übersetzung aus dem Englischen „to hedge“- absichern, begründet sich dieser Begriff auf der Tatsache, dass sich Anleger bei Hedgegeschäften absichern können, weil sie entweder auf positive oder negative Entwicklungen spekulieren.

Erst seit kurzer Zeit sind Hedgefonds hierzulande ins Licht der Öffentlichkeit getreten, nachdem Dach- Hedgefonds nach dem neuen Investmentgesetz auch privaten Anlegern zugänglich gemacht wurden. Ziel von Hedgefonds ist, unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung am Markt, einen positiven Wertzuwachs zu erwirtschaften. So versucht ein solcher Fonds nicht, im Gegensatz zu den traditionellen Renten- und Aktienfonds, einen Vergleichsindex zu übertreffen. Hedgefonds sind in der Regel private Geldverwalter, die Kapital von Anlegern sammeln, um es in allen nur denkbaren Anlageformen zu investieren, um schnellstmöglich eine hohe Rendite zu erwirtschaften. Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten soll weniger an Werten verloren gehen und die verantwortlichen Fonds- Manager streben an, in unterschiedlichste Märkte zu investieren wie zum Beispiel in Aktien, Rohstoffe oder Devisen.

Zu den signifikantesten Merkmalen eines Hedgefonds gehört, dass es anders als bei den traditionellen Investmentfonds, keinerlei Vorgaben gibt, die Gelder anzulegen. Ein Fondsmanager hat weitestgehend freie Hand und ist in der Lage, durch gezielte Anlagestrategien Fremdkapital einzusetzen um damit höhere Risiken eingehen zu können als herkömmliche Fonds.

Hedgefonds sind ein von einer Kapitalgesellschaft aufgelegtes Kapitalmarktprodukt, mit dessen Anteilen sogar Leerverkäufe oder Warentermingeschäfte getätigt werden. Ein Hedgefonds- Manager genießt nahezu alle Freiheiten, die dieser Sektor bietet. Er hat auch die Möglichkeit, in Fremdkapital zu investieren und nutzt diesen „Hebel“, um größere Risiken eingehen zu können, als traditionelle Investments. Mitunter werden zur Finanzierung großvolumige Kredite aufgenommen, die zusammen genommen mit dem Kapital der Anleger, die Möglichkeit bieten, auch in riskante Transaktionen zu investieren. Mit Vorsicht zu genießen sind Anlagen, die zum größten Teil in ein riskantes Geschäft investiert wurden. Hier ist die Gefahr groß, dass die Einlagen der Anleger zu großen Teilen verloren gehen oder es sogar zu einem Totalverlust kommt. Weil es anders als bei traditionellen Investmentfonds keinerlei Vorgaben gibt, kann das gesammelte Kapital nahezu in jedes Geschäft investiert werden, um eine größtmögliche Rendite erzielen zu können.

Die sogenannten Leerverkäufe gehören bei den Hedgefonds zu den „Rennern“, denn dabei verkaufen die Fonds Aktien oder Devisen im großen Stil, um auf sinkende Kurse zu hoffen, damit die Papiere anschließend wieder billiger gekauft werden können. Umfassende Informationen über die jeweiligen Anlagestrategien eines Fonds sind daher notwendig, bevor sich der Anleger für eine Investition in Hedge- Fonds entscheidet.

Autor: Max Paul


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