Die Hornschicht ist eine für die Lebensfähigkeit des Organismus notwendige Spezialausbildung der Oberhaut. Sie bewahrt das Innere des Körpers vor übermäßigem Wasserverlust und somit vor dem Austrocknen. Außerdem schützt sie den Menschen vor chemischen und physikalischen Einwirkungen sowie vor schädlichen kosmischen Strahlen. Die Hornschicht ist zwischen 10 und 20 Mikrometer dick und besteht nur aus Hornlamellen bzw. toten Hornplättchen, das heißt, sie weist keine lebendigen Zellen auf. Die Hornschuppen sind durchsichtig und werden kontinuierlich und von uns unbemerkt an der Oberfläche abgestoßen.
Die Hornschicht besteht zum einen aus einem äußerlichen, aufgelockerten Teil und zum anderen aus einer innen liegenden dichten Zellschicht, die die eigentliche Barrierenfunktion wahrnimmt. Chemisch setzt sie sich neben dem Wasseranteil von ca. 10-20 % aus drei großen Stoffgruppen zusammen: Aus Eiweißen, aus wasserlöslichen Stoffen und aus Fetten.
Die Sklero-Proteine (speziell dickes Eiweiß) sind ein wichtiger Bestandteil der Hornschicht. Der hohe Fettanteil an der Hautoberfläche von ca. 20 % ist aus squalenreichem Drüsentalg zusammengesetzt, während die 2 %igen Lipidanteile der tieferen Hornschicht aus chole-sterinreichem Hornfett bestehen. Die Verhornung der Oberhaut ist mit dem Fettstoffwechsel (Lipidstoffwechsel) eng verknüpft. Die Lipide (oder Fette) in der Hornschicht setzen sich vor allem aus Ceramiden zusammen und unterstützen durch ihre Barrierenfähigkeit den Barrierenmechanismus gegen den Feuchtigkeitsverlust der Hornhaut. Bei Tierversuchen mit Mäusen zeigt der Entzug von Fettsäuren eine vermehrte Schuppenbildung, eine verstärkte Zellteilung in der Oberhaut sowie einen gesteigerten Wasserverlust durch die Oberhaut. Ceramide und andere lipidartige Materialien werden auch „Zeil-Zement" genannt, da sie die Basis für Materialien bilden, die epidermale Zellen erhalten.
Weitere Hauptbestandteile der Hornschicht sind wasserlösliche, kleinmolekulare Stoffe, die zu ca. 25 % in der Oberfläche und zu ca. 40 % in der Zellschicht vorkommen. Ihre Aufgabe ist es, die Hauptfunktion des Barrierenmechanismus auszuüben.
Schutz und Abwehr. Die Hornschichtbarriere schränkt primär den Wasser- und Elektrolytdurchfluß durch die Zellen bzw. durch die Zellzwischenräume ein.
Verhornung ist die Umwandlung von lebendigen Oberhautzellen in totes Hornmaterial. Dabei kommt es zum Verlust des Zellkerns sowie zum plattenförmigen Abflachen der Zelle. Gleichzeitig erhärten sich der Zellinhalt und die Zellwand.
Die Hornschichtzellen sind an der Basalmembran durch kleine Füßchen (Desmosomen) fixiert. Die Zellzwischenräume, deren Spaltbreite zwischen 25-30 Nanometer beträgt, stellen ein breitgefächertes Kanalsystem dar, in welchem stellenweise feingranuläres Zementmaterial vorkommt. Der Wassergehalt sowie die Wasserdurchlässigkeit der Hornschicht sind von der Weite und der Beschaffenheit dieser Zellzwischenräume abhängig. Im oberen Hornschichtteil, dem Vorfeld, sind die Wurzelfüßchen geschrumpft, so daß es zur Hornzellablösung kommt. Bei einem Erwachsenen, der eine Hautoberfläche von ca. 1,7-2 m2 aufweist, geht täglich ca. 0,5-1,0 g Hornschicht verloren. Die Firma Ringana zum Beispiel entwickelt, speziell um diesen nützlichen Effekt zu unterstützen, Naturkosmetik Produkte auf rein pflanzlicher Basis, die die Hornschicht auf schonende und sanfte Art und Weise durch sogenanntes Peeling entfernen, ohne dabei die unteren Hautschichten zu verletzen oder das man der Haut Chemikalien Cocktails der Beauty Farmen zumuten muss. Auf diese Weise kann man die alte, unreine oder fleckige bzw. verhornte Haut entfernen und damit der Haut ein jugendlichers Aussehen verleihen. Mehr Informationen erhalten Sie auch im Ringana Newsblog.
Autor: Jasmin Kurtek
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