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Kriterien für die Auswahl von Investmentfonds
(Finanzen)
 

Die Geldanlage in Fonds gehört zu der am häufigsten gewählten Form der Kapitalanlage in Deutschland. Betrachtet man sich allerdings einmal die Verteilung der Anlegergelder auf die einzelnen Fondstypen, so wird man stutzig. Während die deutschen Börsen seit Jahren von Hoch zu Hoch eilen, ziehen vor allem Privatanleger seit Jahren ihr Geld aus Aktienfonds ab, um es in Garantieprodukte und Geldmarktfonds anzulegen. Kaum ein professioneller Investor kann diese Entwicklung nachvollziehen, gehen den Privatanlegern so doch mögliche Renditechancen verloren, während sie auf der anderen Seite für Garantieprodukte oft sehr hohe laufende Kosten haben.

Doch worauf sollte ein Anleger achten, wenn er Fonds kaufen will? Zum einen natürlich auf die Kursentwicklung in der Vergangenheit. Dabei nützt es aber nichts, wenn man nur die reine Entwicklung anschaut. Erst der Vergleich mit einem Index oder anderen Fonds derselben Kategorie zeigt, welche Fondsmanager in der Vergangenheit ihren Job gut gemacht haben. Ein überdurchschnittliches Abschneiden in der Vergangenheit sollte eines der Kriterien für die Auswahl eines Investmentfonds zum Zweck der eigenen Kapitalanlage sein. Ein weiteres Auswahlkriterium sollten die Kosten beim Erwerb des Fondsanteiles sowie die laufenden Kosten darstellen. Gemeinhin fällt beim Kauf von Anteilen an einem Investmentfonds ein so genannter Ausgabeaufschlag an. Mit diesem werden Werbungs- und Vertriebskosten der Fondsgesellschaft bzw. der jeweiligen Vermittler bezahlt. Immer mehr Broker und Discounter gehen aber dazu über, einen Rabatt auf diesen Ausgabeaufschlag zu gewähren. Dabei kann die Höhe eines solchen Rabattes bis zu 100 Prozent betragen. Anleger sollten also schauen, dass der Ausgabeaufschlag eines Investmentfonds entweder von Haus aus gering ist oder der gewählte Broker bzw. Vermittler einen möglichst hohen Rabatt darauf gewährt.

Während der Ausgabeaufschlag nur einmal beim Kauf der Fondsanteile anfällt, werden die laufenden Kosten eines Investmentfonds Jahr für Jahr fällig und schmälern seine Rendite. Diese laufenden Kosten werden als „Total Expense Ratio“ (TER) bezeichnet und in Prozent angegeben. Achten Sie hier unbedingt darauf, dass diese Kosten möglichst gering sind. Laufende Kosten von mehr als 2 Prozent im Jahr sind so gut wie nie zu vertreten und haben durch den Zinseszinseffekt besonders in der langfristigen Betrachtung deutliche Auswirkungen auf die erzielbare Rendite. So gewappnet können Sie sich die für ihre Kapitalanlage am besten geeigneten Investmentfonds heraussuchen und sich langfristig hoffentlich an deren überdurchschnittlicher Wertentwicklung erfreuen.

Autor: Daniel Franke


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