Die Playstation Portable ist Sonys erste Konsole im Handheldbereich. Sie bietet Spiele, Musik, Videos und Fotos in einer für den mobilen Bereich noch nie da gewesenen Qualität. Zumindest wirbt Sony mit diesen Attributen für seinen Handheld der neusten Generation. Doch hält die Playstation Portable wirklich die revolutionären Versprechen von Sony?
Der recht hoch erscheinende Preis von rund 200 Euro in der Minimalausgabe lässt zunächst zurückschrecken, doch bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus dass dieser Preis in jeder Hinsicht angemessen ist. Sollte man sich für die Basisversion entscheiden, ist zu beachten, dass sie den zum speichern der Spiele benötigten Memorystick nicht enthält. Dieser muss noch zusätzlich angeschafft werden. Im der Basisversion enthalten sind: Die Konsole selbst, ein Akku, ein Netzkabel, ein USB-Kabel zur Datenübertragung auf den Memorystick, Kopfhörer, so dass man sie auch als „normalen“ MP3-Player nutzen kann, eine Fernbedienung und ein Reinigungstuch mit dem sich lästige Fingerabdrücke vom Display entfernen lassen. Die Playstation Portable bietet fast alles was man für Unterwegs brauchen kann. Sony bemüht sich die Funktionen ständig zu erweitern. In Japan ist eine Digitalkamera erschienen, die demnächst auch in Deutschland erhältlich sein wird. Außerdem befindet sich ein vollwertiges Navigationssystem in der Entwicklung. Neuesten Informationen zu folge steht es kurz vor dem Release. Das momentan verfügbare Inventar an Spielen ist noch recht überschaubar. Für das Jahr 2007 wurden aber bereits über 200 PSP Spiele angekündigt.
Das Aufspielen der Videos, Bilder und der Musik ist leider etwas kompliziert. Hat man sich erstmal an den komplizierten Prozess gewöhnt, stört dieser negative Aspekt kaum noch. Die Daten werden über ein USB-Kabel vom heimischen Rechner auf einen Memorystick übertragen. Dieser ist, wie oben schon erwähnt, nicht im Lieferumfang der Basisversion enthalten. Der Preis für den Memorystick richtet sich hach der Größe. Ein 4 Gigabyte großer Stick kostet etwa 170 Euro. Wenn man den Stick nur zum speichern der Spielstände benötigt reicht auch ein wesentlich kleineres Modell.
Des weiteren besitzt die PSP, ähnlich der PS3, eine WLAN-Funktion. Dies macht diesen Generationsneuling in seiner Klasse noch einzigartiger, da man einige PSP Games im Multiplayermodus spielen kann. Dieser Modus kam so gut an, dass mittlerweile fast alle neuen Spiele über ihn verfügen. Einige Spieler verabreden sich sogar mehrmals täglich in einem PSP Forum zu virtuellen Wettkämpfen.
Sony hat auch versucht dieser Konsole einen Hauch von Abwärtskompitabilität einzuhauchen, durch den sogenannten Link-Modus, durch welchen man Multiplayerspiele mit der PS2 spielen kann. Allerdings war dies wohl eher nur eine nette Idee die kaum Umsetzung finden wird, denn man braucht für diesen Modus die jeweiligen Spiele für beide Konsolen, was das ganze zu einer kostspieligen Angelegenheit macht. Mit der neuesten Firmwareversion ist ein PS1 Emulator erschienen. Dieser ermöglicht PS1 Spiele auf der PSP zu spielen. Der Nachteil an der Sache ist, dass man eine Playstation 3 zum Download der Spiele besitzen muss.
Insgesamt ist die PSP ein Pionier auf Neuland, meistert aber alle Anforderungen mit Bravour, was sich insbesondere in ihrem Verhältnis der Größe zur Leistung, der Vielfältigkeit im Bereich Multimedia und beim ausgezeichneten Design zeigt. Der wohl einzige Mangel an diesem Unterhaltungstalent ist eine eher schlechte Hintergrundbeleuchtung des Displays. Beim Spielen in schwach beleuchteten Räumen lässt sich nicht mehr viel auf dem Display erkennen. Alles in allem ist die Playstation Portable eine recht kostspielige Angelegenheit. Aber für echte Spielefreaks ist sie wohl ein muss.
Autor: Patrick Biena
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