In der privaten Versicherungswirtschaft gibt es im Vergleich zur gesetzlichen Sozialversicherung eine große Bandbreite an Versicherungen, die man abschließen kann. D.h. diese ergänzen und erweitern das Angebot der gesetzlichen Versicherungen und es besteht die freie Wahl ob und in welchem Umfang man sich versichert. Die gesetzlichen Versicherungen sind normiert und vom Gesetzgeber geregelt, der private Versicherungsschutz ist individuell geregelt und kommt per Vertrag zustande. Dies nennt man Vertragsversicherung, wo der Versicherungsnehmer eine Versicherungspolice erwirbt. Gesetzlich vorgeschrieben ist bei Haltung eines Fahrzeugs die KFZ Haftpflichtversicherung über eine private Versicherung. Auch zahlt der Versicherungsnehmer nicht einen Einheitsbeitrag, sondern der Beitrag unterschiedet sich nach Fahrzeugmodell, nach der Region und teilweise Verwendungsart des Fahrzeugs. Hier hat der Versicherungsnehmer eine Auswahl von ca.120 Anbietern.
Die Leistung und Gegenleistung in der privaten Versicherung sind von der Risikokalkulation bestimmt, der Beitrag wird nach der Schwere des Risikos bestimmt, nicht nach dem Einkommen. So ist der Beitrag für eine Lebensversicherung oder Krankenversicherung bei Eintritt in jungen Jahren günstiger, als wenn man im mittleren Jahrgang oder als Senior eintritt. Denn das Krankheitsrisiko, bzw. Sterberisiko ist in jungen Jahren nierdriger.
Auch bei Sachversicherungen, wie eine Gebäudeversicherung wird das gleiche Prinzip angewandt, eine Sturmversicherung für ein Haus in Norddeutschland kostet einen höheren Beitrag, als in Süddeutschland. In der privaten Versicherung werden Gefahrengemeinschaften gebildet, d.h. Menschen, die dem gleichen Risiko ausgesetzt sind bilden eine Risikogemeinschaft und übertragen das Risiko, was sie selbst nicht tragen wollen oder können gegen Beitrag auf die Versicherung. Beide Seiten, die Versicherung, als auch der Versicherungsnehmer müssen sich nun überlegen, was der Versicherungsschutz kosten soll, und wie hoch die Prämie ist, die man bereit ist, zu bezahlen. Wichtig für die Versicherung ist, entsprechend große Gefahrengruppen zu bilden, damit die Risikogruppen nicht zu klein sind und dadurch stabile Beiträge erreicht werden können.
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