Die genaue Herkunft des Pokers ist unklar. Man vermutet den Ursprung in Europa oder Persien. In Amerika gewann es jedoch erst richtig an Popularität. Das originale Poker-Spiel war einst als Spiel von Betrügern, Aussätzigen und Dieben auf Dampfschiffen bekannt. Durch Reisende und Spekulanten wurde das Poker-Spiel um 1800 in den Nord- und Südstaaten der USA verbreitet. Ein besonderes Ansehen genossen die Poker-Reisenden jedoch nicht.
In weniger als zwei Jahrhunderten verbesserte sich jedoch das Ansehen des Poker-Spiels drastisch. Aus den Betrügern und Aussätzigen wurden professionelle Poker-Spieler. Ihr Bekanntheitsgrad gleicht fast dem eines berühmten Sportlers oder Filmstars. Poker war nun vorrangig aus Casinos, den so genannten Spielbanken, bekannt. Doch der Betrieb von Poker-Tischen war alles andere als kostendeckend. Denn Kartengeber, Schiedsrichter und Räume mussten bezahlt werden. Hierzu warf das Poker-Spiel nicht genug Gewinn ab. Das Internet eröffnete hier neue Möglichkeiten.
Beim Online-Poker ist es möglich an vielen verschiedenen Tischen zu spielen. Der Einsatz der angemeldeten Spieler, die in so genannten Online-Pokerräumen spielen, ist entweder fiktives Spielgeld oder aber auch Echtgeld. Als Spieler beim Online-Poker kann man mit Spielern aus der ganzen Welt spielen. Hierzu muss man jedoch als Spieler registriert sein.
Beim Online-Poker, wie auch beim traditionellen Poker, gibt es verschiedene Spielversionen. Das Texas Hold'em gehört immer noch zu den meist gespielten Varianten des Poker-Spiels - sowohl online als auch am realen Poker-Tisch. Unterschieden wird auch in Texas Holdem Limit-Spielen und No Limit-Spielen, was die Einsätze und die Pots beeinflusst.
Einer der größten Vorteile am Online-Poker gegenüber dem reellen Poker ist, dass man, anders als im Casino, nicht ausschließlich im feinen Zwirn erscheinen muss. Außerdem ist nicht immer in der näheren Umgebung ein Casino zu finden. Online-Poker kann man jedoch bequem zu Hause und rund um die Uhr spielen.
Ein weiterer Vorteil ist es, dass die Regeln des Online-Poker schneller und einfacher als im Casino zu erlernen sind. Denn durch spezielle Software ist es dem Spieler möglich, während des Spiels Hilfestellungen zu erhalten. Z. B. wird hier konkret von der Software angezeigt, welcher Spieler im Moment an der Reihe ist und setzen muss. Da das Kartenmischen und -geben hier von dem PC übernommen wird, können auch in kürzerer Zeit mehrere Spielrunden gespielt werden. Was in Casinos nicht der Fall ist, denn hier ist das Kartenmischen und -geben mit einem hohen Zeitaufwand verbunden.
Außerdem ist durch das Online-Poker ein besserer Schutz vor Falschspielern gegeben. Denn sollten sich zwei Spieler in einem Spiel zusammenschließen und einen Betrugsversuch unternehmen, ist das anhand der gespielten Blätter zu erkennen und zu beweisen. Unterbunden wird ebenfalls das Spielen von Online-Poker über offene Proxy-Server sowie das Spielen von zwei Spielern, die aus demselben Haushalt stammen, was an der IP-Adresse des Spielers nachvollzogen werden kann.
Ein besonderer Reiz am Online-Poker besteht jedoch nicht nur im Poker-Spiel an sich. Man kann sich auch durch die Teilnahme an Online-Spielen für echte Turniere qualifizieren. Hier seien die bekanntesten Turniere, die World Series of Poker und die World Poker Tour, genannt. Einer der bekanntesten Spieler, die sich in Online-Pokerräumen für ein echtes Turnier qualifizierten, ist Chris Moneymaker, der im Jahre 2003 die World Series of Poker gewann.
Autor: Florian Koerner
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