Will man regelmäßig einen bestimmten Betrag in einen Sparplan investieren oder eine Einmalzahlung vornehmen, mit dem Wunsch, von einer Rendite profitieren zu können, sollten zuvor bestimmte Kriterien in die Überlegung einfließen, sein Kapital anzulegen.
So besteht bei einer Kapitalanlage das Risiko, dass ein Investment an Wert verlieren kann. Ob eine solche Anlage ein Risiko aufweist, wird insbesondere durch kurzfristige Wertschwankungen bestimmt, denen insbesondere Aktien ausgesetzt sind.
So muss sich der Anleger vor Augen halten, dass kaum eine Gewinnchance besteht, ohne dass man bereit ist, ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen.
Mit dem Risiko ist die Rendite eng verbunden. So gilt als Faustregel: je geringer das Risiko, desto geringer auch die Rendite. Wer also langfristig seine Chancen auf bessere Renditen erhöhen will, sollte kurzfristig in Anlagen mit stärkeren Schwankungen anlegen. So bedeutet eine geringere Schwankungsbreite auch gleichzeitig auch eine niedrigere Rendite.
Einen hohen Stellenwert nimmt auch das Anlageziel ein. So sollten sich Anleger überlegen, ob der Wert der eigenen Anlage über Jahre hinweg aufrecht erhalten, oder das Ersparte als Kapitalanlage verwendet werden soll, um später ein höheres Vermögen damit anlegen zu können.
Wichtig ist für den Anleger auch, den Zeitpunkt festzulegen, an dem das Kapital benötigt wird. Langfristige Anlagen bieten die Möglichkeit, dass kurzfristige Wertschwankungen ausgeglichen werden können.
Liegt das persönliche Anlageziel in weiter Ferne, wie es bei der Vorsorge für den Ruhestand der Fall ist, kann man größere Kursschwankungen in Kauf nehmen, um gleichzeitig von den höheren Renditeerwartungen zu profitieren.
Wer in Aktien anlegen will, sollte einen Anlagehorizont von wenigstens zehn Jahren ins Auge fassen. Da sich Märkte zyklisch entwickeln, kann man grundsätzlich damit rechnen, dass Aktien, die aktuell fallen, morgen auch schon wieder ansteigen können. Ideal können hier Anlagen in Fonds sein.
Derjenige, der in naher Zukunft bereits sein Geld zurück haben möchte, sollte Anlagen mit einer geringeren Schwankungsbreite wählen, auch wenn damit niedrigere Renditen verbunden sind.
Umfassende Vergleiche unterschiedlicher Anlageformen sollten vorgenommen werden, bevor sich der Anleger für eine Geldanlage entscheidet. Vor dem Hintergrund der Faktoren Rendite, Zeit und Risiko kann dann die individuell passende Geldanlage gefunden werden.
Autor: Max Paul
zurück zu Finanzen