Wie die Welt der Schauspieler und Künstler, so ist die Modeszene eine ganz eigene Welt für sich, die dem Betrachter von außen manchmal sehr unwirklich erscheint. Dabei sind es auch nur Menschen wie Du und ich, die in diesen Welten leben, nur haben sie ihre Begabungen erkannt und leben sie aus in ihrem Beruf und leben für ihren Beruf. Natürlich ist dies kein 9 to 5 Job mehr, also eine Arbeit mit einer klaren Arbeitszeit. Hier wird viel mehr verlangt als eine Woche mit vierzig Arbeitstunden oder gar weniger. Hier ist präsent sein wichtig, sich zeigen, auch wenn man sich nicht danach fühlt. Models müssen präsentieren, Mode tragen, die aktuelle und kommende Damenmode oder auch Herrenmode tragen, ohne dabei an ihre eigenen Befindlichkeiten denken zu können. Das ist auch ein wichtiger Teil ihrer Professionalität. Man muss auf den Laufsteg, selbst wenn die Ferse sticht oder der Knöchel wehtut, man muss vor die Linse des Fotografen, auch wenn man keine Lust hat und sich gar nicht wirklich gut aussehend fühlt an dem Tag.
Aber genau dies unterschiedet die Profis von denen, die nur hobbymäßig auf dem Laufsteg weilen oder sich fotografieren lassen. Ein Modeljob ist nicht einfach nur Fun, nicht einfach nur lustig, nicht einfach nur angenehm. Ganz im Gegenteil. Viele Models müssen die Zähne zusammenbeißen, wenn sie im Winter für die Bademode des nächsten Sommers am kalten und stürmischen Strand fotografiert werden. Hier zählt nicht das eigene, sondern das Produkt, das präsentiert werden soll. Dennoch: kein Model auf dieser Welt scheint seinen Beruf missen oder gar tauschen zu wollen.
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