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Wer kennt das nicht, jeder feierliche Anlass wird doch mit einem Gläschen Sekt gefeiert, und nicht nur daheim an Silvester, bei Geburtstagen oder der lang ersehnten Gehaltserhöhung, auch bei der Siegerehrung im Formel 1, festlichen Galen und Wohltätigkeitsveranstaltungen ist der Sekt ein steter Begleiter.

Wie kommt es, dass es der Sekt ist, der bei Festlichkeiten nicht fehlen darf, warum trinkt man kein Wasser, kein Bier und auch keinen Schnaps?

Der allseits so beliebte Sekt hat in Deutschland schon eine lange Geschichte:

Die erste deutsche Sektkellerei wurde bereits im Jahre 1826 nach mehrjähriger Vorbereitung durch Georg Christian Kessler aus Esslingen ins Leben gerufen. Dieser junge Mann hatte den Einfall, den spritzigen Schaumwein, den er in Frankreich, in der Champagne, kennen – und lieben gelernt hatte, auch in Deutschland herzustellen.

Zunächst kamen jedoch unerwartete Probleme auf den Deutschen zu : Eine lange Zeit hatte er mit platzenden Flaschen zu kämpfen, doch nach und nach perfektionierte Kessler seine Herstellungsweise, so dass zwar immer noch Flaschen zu Bruch gingen, die Höhe des Verlusts für ihn jedoch vertretbar blieb. Aufgrund der hohen Einbußen wurde der Sekt in dieser Zeit zu einem heiß begehrten Luxusgut.

Auch im weiteren Verlauf der Geschichte spielte der Sekt immer eine gewisse Rolle, 1902 wurde sogar eine eigene Sekt - Steuer erhoben, die noch heute unter dem Namen „Schaumweinsteuer“ 1,02 € für 0,75 Liter Sekt von jedem Konsumenten abverlangt.

Dass diese Bundessteuer keineswegs ohne Bedeutung ist, und der Sekt sich noch immer größter Beliebtheit erfreuen darf, zeigte die Tatsache, dass die Bundeskassen im Jahr 2004 immerhin 436 Mio. € allein durch die Sekt – Steuer verbuchen konnten.

Bis in die 1970er Jahre galt ein staatliches Sektmonopol, welches nur Kellereien die Sektherstellung erlaubte. Erst ein Gerichtsbeschluss in dieser Zeit erlaubte es auch Weingärtnergenossenschaften und Winzern, ihr Weine zu versekten und sie zu verkaufen.

Gut für die Konsumenten, seitdem gibt es den Sekt in allen erdenklichen Qualitäten und Preisklassen, und er ist längst nicht mehr nur Luxusgut.

Autor: Barbara Adams


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