Mit einem Ratenkredit verschafft sich ein Kunde den finanziellen Spielraum für die Anschaffung von Konsumgütern. Früher haben die Menschen erst gespart und sich dann beispielsweise einen neuen Fernseher, neue Möbel oder ein neues Auto gekauft, heute wird von allen Banken für alles Mögliche die Finanzierung über einen Ratenkredit ermöglicht. Der Kunde nimmt einen Kreditbetrag X auf, um dann in monatlichen Teilzahlungsbeträgen die Raten zu zahlen. Er kann sich Dinge jetzt leisten und muss nicht erst sparen. Diese Methode fördert die Einzelhandelsumsätze beträchtlich. Der "Kauf auf Pump" ist heute Gang und Gebe, die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Händlers.
Viele Fachgeschäfte, wie Möbelhäuser oder Media-Markt arbeiten mit bestimmten Banken zusammen und haben eine Finanzierungsabteilung im Hause. Beim Kauf eines neuen Schlafzimmers im Möbelhaus kann also auch gleich der dazu passende Ratenkredit ausgewählt werden. Viele Kunden bevorzugen Ratenkredite mit langen Laufzeiten, dadurch werden die Raten klein gehalten. Durch den zusätzlichen Verkauf einer Restschuldversicherung verdienen Banken und Verkäufer noch extra am Kunden und der Ratenkredit verteuert sich beträchtlich. Manche Kreditinstitute koppeln, gerade bei schlechter Bonität, ihre Kreditzusage immer an den Abschluss einer Restschuldversicherung. Diese sichert den Todesfall des Kreditnehmers ab und springt ein, wenn ein Kreditnehmer länger als sechs Wochen arbeitsunfähig erkrankt.
Jeder Kunde, der einen Ratenkredit abschließt, sollte vorher prüfen, inwieweit er diese Absicherung möchte. Die Restschuldversicherungen sind meistens während der Laufzeit nicht kündbar. Kleinere Ratenkredite, für Fernseher oder Waschmaschinen beispielsweise werden heute genehmigt, ohne dass die Kreditnehmer Einkommensnachweise vorlegen. Dabei dient die Ware dem Händler als Sicherheit. Wer über seine Verhältnisse lebt, kann durch die Inanspruchnahme von mehreren Ratenkrediten schnell den Überblick über seine Finanzen verlieren.
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